1 | 01.12.2014

Thema: Gebäude

Dirk Becker,
SPD

Der NAPE ist ein guter Anfang, weil ...

Rückblickend auf ein ereignisreiches energiepolitisches Jahr freue ich mich wirklich sehr, dass der Abschluss des Jahres im Zeichen der Energieeffizienz steht. Ich bin zuversichtlich, dass der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) der Umsetzung unserer ehrgeizigen Ziele endlich neuen Schub verleiht. Der NAPE hält an Erfolgreichem fest, stimmt Bestehendes besser aufeinander ab und stößt vielversprechende, neue Impulse an. Für mich ist der NAPE ein Arbeitsauftrag, den es nun abzuarbeiten gilt. Neben einer Verstärkung der Gebäudesanierung und der Einführung von Ausschreibungen ist es vor allem an der Zeit, das Thema Energieeffizienz positiv zu besetzen – sowohl in der Wirtschaft als auch in der Bevölkerung. Energieeffizienz als Geschäfts- und Renditemodell zu begreifen und zu etablieren, heißt es nun anzustoßen. Hierfür gibt der NAPE den Startschuss. Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass wir gemeinsam die Energieeffizienz als zweite Säule der Energiewende aufrichten und sichtbar machen.

2 | 01.12.2014

Lena Reuster (Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V.)

Welchen Gewinn das Geschäftsmodell Energieeffizienz bringt, zeigt auch der Bericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW): die eingesparten Energieausgaben übersteigen die Mehrinvestitionen bis 2030 um fast 7 Mrd. Euro und auch die positiven Beschäftigungseffekte können erheblich sein. Sollte der NAPE die Lücke zum Primärenergieeinsparziel 2020 daher nicht vollständig schließen, statt wie bisher geplant nur zu einem Drittel? Schließlich ist Energieeffizienz die kostengünstigste Klimaschutzstrategie.

3 | 02.12.2014

Marion Jungbluth (Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.)

Die aktuelle Diskussion zum Gebäudedämmung zeigt, dass wir bei dem Ganzen aber nicht die Ängste der Bürger außer Acht lassen dürfen. Wir müssen bessere Aufklärungsarbeit leisten, um damit den Druck aus der Debatte zu nehmen. Eine Effizienzpolitik, die nicht das wirtschaftliche Interesse und das Potenzial des Einzelnen in den Vordergrund stellt, hat wenig Aussicht auf Erfolg.

4 | 08.12.2014

Malte Hentschke (Klima-Allianz Deutschland)

Es müssen endlich ausreichende Investitionsanreize für die Gebäudesanierung geschaffen werden, die Investoren langfristige Planungssicherheit bringen und Wohnraum dauerhaft für alle sozialen Gruppen bezahlbar machen. Die Entscheidung der Bundesregierung mit dem Klimaschutz-Aktionsprogramm die steuerliche Abschreibbarkeit zu fördern und die staatliche Förderung auf 1 Mrd. zu erhöhen ist ein sehr begrüßenswerter und lobenswerter Schritt, reicht aber bei weitem nicht aus um der Gebäudesanierung zum Durchbruch zu verhelfen. Um dies zu erreichen, muss die staatliche Förderung für Gebäudesanierung längerfristig auf mindestens 5 Mrd. Euro erhöht und verstetigt werden.

Ein Dialogangebot von:

    • B.A.U.M.
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    • Deutscher Mieterbund
    • DNR
    • Forum Ökologisch Soziale Marktwirtschaft (FÖS)
    • Klima-Allianz
    • NABU
    • VBI
    • Verbraucherzentrale Bundesverband
    • WWF
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