26.01.2015

Thema: Industrie & Gewerbe

Bündnis #effizienzwende vertreten bei öffentlicher Anhörung zu Gesetzentwurf für verpflichtende Energie-Audits von Nicht-KMU

Die Effizienzwende besteht aus vielen unterschiedlichen Maßnahmen die ergriffen werden müssen. Ein Teil dieser Maßnahmen beruht auf ordnungsrechtlichen Vorgaben, wie die EU-Energieeffizienzrichtlinie aus dem Jahr 2012, die jedes Land für sich in nationales Recht umsetzen muss. In Artikel 8 der EU-Richtlinie geht es um die Einrichtung von Audits und Energiemanagementsystemen, speziell in Absatz 4 um die Verpflichtung zu regelmäßigen Energieaudits für große Unternehmen, die nicht als KMU eingestuft werden. Die Bundesregierung hat zur nationalen Umsetzung am 01.12.2014 einen Gesetzentwurf vorgelegt ("Entwurf eines Gesetzes zur Teilumsetzung der Energieeffizienzrichtlinie und zur Verschiebung des Außerkrafttretens des § 47g Absatz 2 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen")

Anhörung mit Beteiligung von DENEFF und FÖS

Zu den Sachverständigen, die ihre Stellungnahme für diesen Gesetzentwurf vorgelegt haben, gehören auch zwei Partner des Bündnis #effizienzwende. Für die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. wird Charlotte Ruhbaum und für das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft FÖS wird Swantje Küchler ihre Stellungnahme dem Ausschuss für Wirtschaft und Energie vortragen. 

Die Sitzung des Ausschusses findet heute um 14 Uhr statt und wird auf Kanal 1 im Parlamentsfernsehen des Deutschen Bundestages live übertragen.

Stellungnahme des FÖS zu Energie-Audits für Nicht-KMU

Grundsätzlich wird der Gesetzentwurf begrüsst, "mit der Einführung von Energieaudits (nach DIN EN 16247) die Energieeffizienz in großen Unternehmen zu verbessern und damit zum übergeordneten Ziel der  Europäischen Union zur Steigerung der Energieeffizienz um 20% bis 2020 beizutragen. Allerdings hätte man sich einen ambitionierteren Ansatz gewünscht, um die bestehenden  Barrieren für Unternehmen zu vermindern.

Konkrete Verbesserungsvorschläge sind:

1. Auch energieintensive, mittelgroße Unternehmen berücksichtigen
2. Qualität der Energieaudits und Qualifikation der Auditoren sicherstellen
3. Energiemanagementsysteme statt Energieaudits mit Umsetzung der wirtschaftlichen Maßnahmen als Gegenleistung für Energiepreisvergünstigungen

Stellungnahme der DENEFF zu Energie-Audits für Nicht-KMU

Auch die DENEFF begrüsst den Gesetzentwurf ausdrücklich. Er sorgt für " die gesetzliche Grundlage für eine flächendeckende Auseinandersetzung mit Energieeinsparpotenzialen in großen Unternehmen, in denen ein Anreiz dafür bislang fehlte." 

Die Optimierungsemepfehlungen der DENEFF beziehen sich auf die Einbindung in regionale Netzwerkangebote, die Anforderungen an die Auditoren, das Nachweisverfahren mit Vollzugskontrolle, eine angemessene Sanktionierung und auf Rechtssicherheit in Bezug auf das Erfordernis der Verhältnismäßigkeit und Repräsentativität der Audits.

Seite teilen:

Ein Dialogangebot von:

    • B.A.U.M.
    • DENEFF
    • Deutsche Umwelthilfe
    • DGB
    • Deutscher Mieterbund
    • DNR
    • Forum Ökologisch Soziale Marktwirtschaft (FÖS)
    • Klima-Allianz
    • NABU
    • VBI
    • Verbraucherzentrale Bundesverband
    • WWF
    • eaD neu