11.11.2015

Thema: Klimaschutz

DENEFF: Globale Allianz fordert von G20 mehr Anstrengungen im Bereich Energieeffizienz

Vor dem anstehenden G20-Gipfeltreffen in Antalya (15./16. November 2015) hat eine internationale Allianz von Organisationen aus 18 Ländern die Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten aufgerufen, mehr Anstrengungen zur Steigerung der Energieeffizienz zu unternehmen, darunter die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF). Die Unterzeichner fordern, dass Energieeffizienzmaßnahmen als zentrale Infrastrukturinvestitionen anerkannt und verfolgt werden (Den Aufruf finden Sie am Ende des Beitrags als Download).

In den kommenden Jahren werden in den G20-Staaten Infrastrukturinvestitionen in Höhe von circa 90 Billionen US-Dollar erwartet. Die Unterzeichner, u. a. aus Australien, der Türkei, Brasilien, Frankreich, Kanada, Indonesien, Südafrika und den USA, rufen dazu auf, diese Investitionen so zu tätigen, dass eine energetisch nachhaltige Infrastruktur entsteht. Die Organisationen betonen, nur mit einer klaren Effizienzstrategie ließen sich die Energiesicherheit verbessern, der Bedarf an Kraftwerken und Netzen verringern, die wirtschaftliche Produktivität erhöhen, Arbeitsplätze schaffen, Energiekosten senken und schließlich auch CO2-Emissionen und Billionen an Klimawandelfolgekosten vermeiden.  Sie fordern die G20-Staaten auf, im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Paris ein starkes Zeichen zu setzen und Energieeffizienz als elementares Instrument gegen den Klimawandel und als Motor für Jobs und Energiesicherheit  voranzutreiben.

Umweltschutz und Wirtschaftsförderung

Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der DENEFF, sieht die deutsche Regierung in der Pflicht, das Thema beim Gipfel voranzubringen: „Bundeskanzlerin Merkel wollte immer auch die Klimakanzlerin sein. Entsprechend muss sie jetzt alles dafür tun, damit Effizienzmaßnahmen weltweit vorangebracht werden. Dabei geht es auch um die die Zukunft der weltweit führenden deutschen Unternehmen aus der Effizienzbranche, deren Spitzenposition sie nicht fahrlässig riskieren darf. Wir rufen die Bundesregierung auf voranzugehen und anderen Ländern zu demonstrieren, wie man Umweltschutz und Wirtschaftsförderung klug miteinander verbindet. Für Deutschland bedeutet das, dass wir noch in diesem Winter eine ambitionierte „Energieeffizienzstrategie Gebäude“ brauchen, die angekündigten Steuererleichterungen für Sanierungen endlich kommen und angesichts des Wohnungsmangels ein klares Förderprogramm für energieeffiziente Neubauten gestartet wird.“

Rückenwind bekamen die Organisationen heute von der „Global Commission on the Economy and Climate“, einem Gremium internationaler Persönlichkeiten, das durch den früheren Präsidenten Mexikos, Felipe Calderón, angeführt wird. In ihrem Bericht appelliert das Gremium an die G20-Staats- und Regierungschefs, Energieeffizienz politische Priorität einzuräumen (Den Bericht finden Sie hier).

Energieeffizienz mehr Beachtung zukommen lassen

Die Aussichten auf Erfolg werden als gut eingeschätzt. Bei einem Treffen Anfang Oktober hatten sich die Energieminister der G20-Staaten bereits getroffen, um über eine gemeinsame Energiestrategie zu diskutieren. Dabei kam dem Thema Energieeffizienz hohe Aufmerksamkeit zu. „Es ist ein gutes Zeichen, dass die Energieminister der 20 Länder, die 80 Prozent der Energie der Welt verbrauchen, dem Thema Energieeffizienz endlich mehr Beachtung zukommen lassen wollen. Die Regierungschefs müssen jetzt endlich international, in der EU und in den Nationalstaaten  robuste langfristige Ziele und einen konkrete politische Maßnahmenpläne“, so Noll.  

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