09.12.2015

Thema: Klimaschutz

DENEFF: Unternehmen sehen Erfolg des Klimagipfels als geschäftsentscheidend

Derzeit verhandeln in Paris die Staats- und Regierungschefs auf der 21. Klimakonferenz der Vereinten Nationen über ein internationales Klimaschutzabkommen. Eine aktuelle Unternehmensbefragung der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF) zeigt: Ein starker Abschluss in Paris wäre auch gut für die von Unternehmen erwartete Marktentwicklung (Abbildung 2). Doch über 60 % der befragten Anbieter von Klimaschutzlösungen erwarten nicht, dass ein verbindliches Abkommen verabschiedet wird - entsprechend pessimistisch bewertet die Mehrheit der Befragte die wirtschaftlichen Auswirkungen (Abbildung 1).

DENEFF: Erwartungen von Unternehmen vom Klimagipfel in Paris

Erfolgreicher Klimagipfel wäre auch Erfolg für deutsche Unternehmen

Der Vorstandsvorsitzende der DENEFF, Carsten Müller: „Ein erfolgreicher Klimagipfel wäre auch ein Erfolg für deutsche Unternehmen. Doch die Erwartungen der meisten Unternehmen sind gedämpft. Die Staaten müssen sich jetzt zu konkreten Klimaschutzpolitiken bekennen. Ohne Investitionen in Energieeffizienz kann Klimaschutz nicht funktionieren. Auch Deutschland kann noch viel tun, etwa bei der energetische Modernisierung von Gebäuden!“

Treibhausgaseinsparungen durch Energieeffizienz müssen zur Begrenzung des Klimawandels den Löwenanteil beitragen, wie die die Internationale Energieagentur (IEA) mehrfach dargelegt hat. Zwar haben die Staaten im Vorfeld Absichtserklärungen zu Einsparung von Klimagasen abgegeben, sogenannte INDCs (Intended Nationally Determined Contributions). Diese reichen aber nicht aus, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen. Auch bleibt die Absichtserklärung der Europäischen Union in Bezug auf Energieeffizienz unkonkret – im Gegensatz zu den INDCs von China, Russland oder Brasilien.

Starkes Signal aus Paris wäre auch positiv für Anbieter von Lösungen für Energieeffizienz

Ein starkes Signal aus Paris könnte sich auch auf die deutschen Anbieter von Energieeffizienzlösungen positiv auswirken, erwartet die DENEFF. Entsprechend der gedämpften Erwartungen der befragten Unternehmen an das Abkommen erwartet ein Großteil von ihnen keine positiven Impulse für ihr Energieeffizienzgeschäft (vgl. Abbildung 1). Es zeigt sich jedoch, dass die Anbieter von Energieeffizienzlösungen, die vom Ausgang der Verhandlungen ein verbindliches Abkommen erwarten, davon auch Chancen für ihr Geschäft erwarten – und umgekehrt (vgl. Abbildung 2).

DENEFF: Optimisten rechnen mit positiven Impulsen für ihre Geschäftsentwicklung

Bei den Daten handelt es sich um vorab veröffentlichte Ergebnisse der Unternehmensbefragung zum Branchenmonitor Energieeffizienz 2016 der DENEFF, an der sich insgesamt 190 Unternehmen beteiligt haben. Die vollständige Publikation erscheint jährlich im Frühjahr und gibt Auskunft über die Entwicklungen und Trends auf dem deutschen Markt für Energieeffizienzprodukte und -dienstleistungen.

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