02.12.2014

(DGB) Für eine Effizienzwende im Sinne der Beschäftigten

Energieeffizienz birgt vielfältige Potenziale. Jede nicht verbrauchte Kilowattstunde muss auch nicht produziert, importiert oder transportiert werden und senkt dadurch Kosten. Energieeffizienz muss deshalb
einen höheren Stellenwert in der deutschen Energiepolitik bekommen. Sie senkt die Abhängigkeit von Rohstoffimporten und bietet neue Beschäftigungsmöglichkeiten und neue Berufsfelder. Eine Steigerung der Energieeffizienz kann zudem dazu beitragen, sozial schwache Haushalte vor steigenden Energiekosten zu bewahren. Eine stärkere Fokussierung auf Energieeffizienz kann die Kosteneffizienz der Energiewende insgesamt verbessern und damit zu deren Akzeptanz beitragen. Durch die Vielfalt der betroffenen Sektoren und gesellschaftlichen Gruppen ist die Steigerung der Energieeffizienz eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, für die sich Unternehmen wie Beschäftigte und ihre Interessenvertreter gemeinsam engagieren müssen.

Insbesondere im Hinblick auf die Energie- und Klimaziele in Deutschland und Europa muss die Energieeffizienz in den kommenden Jahren und Jahrzenten drastisch gesteigert werden. Sie ist   Grundpfeiler einer erfolgreichen Klimapolitik und sollte mit Blick auf die anstehenden Klimaverhandlungen in Lima und Paris verstärkt an Bedeutung gewinnen.

Aber nicht nur aus klimapolitischen Gründen muss die Energieeffizienz gesteigert werden. Eine erfolgreiche Energieeffizienzpolitik kann einen Investitionsschub in moderne Technologien und damit eine Modernisierung des Kapitalstocks auslösen. Entlang der Wertschöpfungsketten entstehen so zukunftsfähige Arbeitsplätze,
Energieimporte werden vermieden und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft wird gesichert. Die massive Steigerung der Energieeffizienz kann einen wichtigen Beitrag zur Krisenbekämpfung
in Europa leisten.

Um diese Entwicklung langfristig zu unterstützen sind ambitionierte Energie- und Klimaziele auf EU-Ebene notwendig. Der DGB bedauert, dass das Energieeffizienzziel für 2030 nicht verbindlich für die Mitgliedstaaten gilt. Denn Verbindlichkeit trägt maßgeblich zur Planungs- und Investitionssicherheit bei. Im Rahmen der vom EU Gipfel im Oktober 2014 beschlossenen Überprüfung der Energie- und Klimaziele sollte deshalb das Effizienzziel für 2030 mindestens auf 30 Prozent angehoben werden und verbindlich für alle Mitgliedstaaten vorgeschrieben werden.

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