02.11.2015

Thema: Gebäude

DUH/ DENEFF: Verbände begrüßen Beschluss der Bauminister gegen EnEV-Moratorium

Die Bauministerkonferenz hat am Freitag, den 30.10., beschlossen, die Standards der Energiesparverordnung (EnEV) ab 2016 planmäßig umzusetzen. Sie spricht sich damit gegen eine Beschlussvorlage aus, die das Aussetzen der EnEV um mehrere Jahre vorgeschlagen hat.

Dazu erklärt der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Sascha Müller-Kraenner: 

„Die Entscheidung der Bauministerkonferenz, die bereits beschlossenen Standards der Energieeinsparverordnung 2016 (EnEV) beizubehalten anstatt vorgeschobenen und haltlosen Argumenten zu folgen, die darauf abzielen die Umsetzung der Verordnung durch eine Hintertür zu verzögern, ist richtig. Damit wird vor dem Klimagipfel in Paris ein notwendiges Signal für den Klimaschutz gesetzt. Energieeffizienz bietet hinsichtlich der CO2-Reduktionen ein gewaltiges Potential. Nur wenn diese Chance genutzt wird, können Deutschland und ganz Europa ihren Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten. Es muss sich in den Köpfen der politisch Verantwortlichen manifestieren, dass Energieeffizienz eine Schlüsselrolle spielt und deshalb in allen Entscheidungen berücksichtigt werden muss.“

Einzelne Bundesländer hatten beantragt, die ab nächstem Jahr geltende Stufe der Energieeinsparverordnung für drei beziehungsweise fünf Jahre auszusetzen und gegebenenfalls sogar hinter das geltende Niveau zurückzufallen. Begründet wurde diese Forderung mit dem, durch die Flüchtlingssituation, gestiegenen Bedarf an zusätzlichem Wohnraum.

 Im Ergebnis verständigten sich die Minister nun darauf, dass Energieeinsparverordnung und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz neu konzeptioniert werden sollen. 

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) Carsten Müller:

„Das ist ein Sieg der Vernunft. Wären beschlossene Standards blindlinks gekippt worden, hätte das nur zu Chaos am Markt geführt. Das hätte das Ziel, schnell mehr günstige Wohnungen zu schaffen komplett konterkariert. Nebenbei wäre Deutschland vom Klimaschutzvorreiter zum -bremser mutiert. Deutlich wurde aber auch, dass endlich zukunftsfähige und zuverlässige Standards für energiesparendes Bauen geschaffen werden müssen“.

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