10.09.2015

Thema: Klimaschutz, Ordnungsrechtliche Instrumente

(FOES) Energiespar-Ziele der Bundesregierung aktuell weit außerhalb der Reichweite

Während sich die öffentliche Debatte der Energiewende auf den Ausbau der erneuerbaren Energien konzentriert, drohen andere Ziele ganz außer Reichweite zu rutschen. Dazu gehören auch die Effizienzziele, wie die Kurzanalyse “Aktueller Stand ausgewählter Energiewendeziele” des Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen ermittelt hat. Grundlage hierfür waren die Entwicklung der Energiewende-Indikatoren bis zum ersten Halbjahr 2015.

Die Ziele für die Reduzierung des Primärenergieverbrauchs und des Bruttostromverbrauchs bis 2020 werden bei Fortschreibung der aktuellen Entwicklung weit verfehlt. Daher besteht in diesen Bereichen dringender Handlungsbedarf.

Zu den Ergebnissen erklärt Dr. Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik:

„Die Bundesregierung wird ihre Energiewende-Ziele krachend verfehlen. Insbesondere im Bereich der Energieeinsparung hinkt sie den eigenen Vorgaben meilenweit hinterher. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Regierung viel zu wenig dafür tut, den Energieverbrauch zu senken. Wenn sie den Trend der letzten Jahre fortschreibt, schafft die Regierung nicht einmal die Hälfte der angestrebten Einsparung. Doch die Energiewende funktioniert nur, wenn Energiesparen, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien gleichermaßen vorangebracht werden…”

Andere Studie zu den deutschen Klimazielen mit gleichem Ergebnis

Zu dem gleichen Ergebnis kommt eine Studie, die Ecofys und das Wuppertal Institut im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellt haben. Darin wurde untersucht welche Emissionsminderung mit den aktuellen Maßnahmen erreicht wird und wie hoch die Abweichung zu den Zielen ist.

Besonders in der Energieeffizienz auf der Nachfrageseite wurden erhebliche Wirkungsdefizite festgestellt. Daher wurden in der Studie die Ursachen und bestehende Politikinstrumente analysiert. Weiter enthält die Studie auch Empfehlungen zum Abbau der Hemmnisse, wie z.B. regionale Sanierungsnetzwerke.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie sind bereits verfügbar und die vollständige Studie wird im Oktober 2015 veröffentlicht.

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