15.08.2016

Thema: Geschäftsmodelle, Ordnungsrechtliche Instrumente, Energieeffizienzgesetz

FOES-Kommentar zum Grünbuch Energieeffizienz

„Viel erreicht – aber auch noch viel zu tun“: Das Grünbuch Energieeffizienz zeigt, dass die Bundesregierung sich nicht auf dem NAPE ausruhen will. Im Grünbuch verankert ist das wichtige Leitprinzip „Efficiency First“: „Eine Energieeinheit, die eingespart werden kann, muss nicht erzeugt, gespeichert und transportiert werden“.

Jetzt wird es darauf ankommen, das Prinzip mit Leben zu füllen. Hier stellt das Grünbuch zumindest die richtigen Fragen. Zur Halbierung des Primärenergieverbrauchs bis 2050 werden endlich auch Preisinstrumente in die Diskussion gebracht, die im NAPE noch nicht vorkamen. Die niedrigen Energiepreise sind ein großes Problem für alle Effizienzinvestitionen. Preise wirken – das hat das Grünbuch erkannt. So ist die Anpassung der Energie- und Stromsteuern ein richtiger Schritt und lange überfällig. Die Überlegungen zu einer CO2-Steuer zeigen, dass die Bundesregierung bereit ist, auch neue Wege einzuschlagen. Damit können auch die Herausforderungen Reboundeffekte und Sektorkopplung gemeistert werden. 

Fazit: Das Grünbuch bleibt bei den Antworten noch sehr vage, aber zumindest stellt es die richtigen Fragen und benennt die richtigen Strategien. Der Konsultationsprozess ist eine Chance, diese Antworten gemeinsam zu entwickeln. 

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