24.06.2015

Thema: Industrie & Gewerbe

(LEEN) Lokales Energieeffizienz-Netzwerk in Ettlingen gegründet

Im Herbst vergangenen Jahres beschloss der Ettlinger Gemeinderat ein sogenanntes Lernendes EnergieEffizienz-Netzwerk (LEEN) für Ettlinger Unternehmen zu initiieren. LEEN Ettlingen stellt eine Maßnahme in Trägerschaft des Amtes für Wirtschaftsförderung und Gebäudewirtschaft im Rahmen des Integrierten Klimaschutzkonzeptes der Stadt Ettlingen dar. Durchgeführt wird das Netzwerkmanagement von der LEEN GmbH Karlsruhe, welche bereits erfolgreich das EnergieEffizienz-Netzwerk in Karlsruhe und an zahlreichen weiteren Standorten betreut.

Energiekosten sparen und gleichzeitig etwas für den Klimaschutz tun, das ist das Erfolgsrezept unternehmensbezogener Energieeffizienz-Netzwerke. Es beinhaltet neben einer umfassenden Vor-Ort-Beratung insbesondere einen moderierten Erfahrungsaustausch und regelmäßige Expertenvorträge zu relevanten Technologiethemen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Unternehmen die Ergebnisse zur Zertifizierung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 nutzen können. Dazu erhalten größere Betriebe die Möglichkeit, der mit der Novelle des Energiedienstleistungsgesetzes eingeführten Verpflichtung zu einem Energieaudit bis zum Stichtag 05.12.2015 nachzukommen.
Ziel der ersten Arbeitsphase des Projekts war für den städtischen Klimaschutzmanager Dieter Prosik die Kommunikation des Vorhabens und die Akquise von teilnehmenden Unternehmen. „Ettlingen besitzt nur ein begrenztes Potential an energieintensiven Betrieben von denen einige Ihren Unternehmenssitz an einem anderen Ort (teilweise in Übersee) haben. Dementsprechend lange und schwierig gestalteten sich manche Kommunikationswege zu den Ansprechpartnern. Weitere Gründe für die zunächst zurückhaltende Reaktion auf unser Angebot könnten die im Moment niedrigen Energiepreise sowie der teilweise schon hohe Sensibilisierungsgrad und Umsetzungsstand energetischer Maßnahmen in manchen Unternehmen sein“, so Prosik. Entsprechend hoch zufrieden zeigt sich der Klimaschutzmanager deshalb mit dem Erreichen der geplanten Teilnehmerzahl von 10 Unternehmen zum Auftakt. „Darauf sind wir als Kommune mit 38.000 Einwohner richtig stolz, denn es ist uns bewusst, dass Unternehmensnetzwerke dieser Art normalerweise von Großstädten, Landkreisen oder größeren Untergliederungen initiiert werden.“

Bei der öffentlichen Auftaktveranstaltung im Vitrum begrüßte Oberbürgermeister Johannes Arnold neben den Geschäftsführern und Energieverantwortlichen der teilnehmenden Unternehmen auch Prof. Dr.-Ing. Harald Bradke vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, welcher als Mitglied des Sachverständigenrats die Bundesregierung in Umweltfragen berät.

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