21.12.2015

Thema: Klimaschutz

Nachlese zum UN Klimagipfel in Paris

Die UN-Klimakonferenz in Paris ist nach zwei Wochen Verhandlung mit einem neuen Vertrag zu Ende gegangen. In diesem Abkommen verpflichten sich die Staaten auf eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit. Jetzt ist es an den einzelnen Staaten diese Verpflichtungen in Taten umzusetzen und zu zeigen, dass sie es ernst meinen mit dem Klimaschutz. Dabei wird Energieeffizienz eine wichtige Rolle spielen.

Was sagen Verbände aus dem Bündnis #effizienzwende zum Pariser Klimaabkommen:

Die Klima-Allianz Deutschland bewertet das Abkommen als wichtigen Schritt für mehr globalen Klimaschutz. Die Forderung nach einer Begrenzung von 1,5 Grad Temperaturanstieg ist im Abkommen überraschend berücksichtigt worden. Das Abkommen sendet ein starkes Signal zum Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas und kann die Grundlage für das Überleben der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Staaten legen. Es bedeutet den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bis Mitte des Jahrhunderts und zusätzlich Treibhausgasneutralität der anderen Sektoren in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts. Ein Nachbesserungsmechanismus der nationalen Klimaschutzziele sowie Langfristziele sollen sicherstellen, dass wir auf einen 2- bis 1,5-Grad-Pfad einschwenken. Der vollständige Kommentar der Klima-Allianz

Aus dem Kommentar des NABU zum Ergebnis des Klimagipfels:
“Für die EU, die selbst das 1,5 Grad-Ziel mit in die Debatte gebracht hat, bedeutet das Abkommen, dass die Klimaziele bis 2030 noch mal deutlich nachgeschärft werden müssen. Der NABU hat bereits bei der Verabschiedung der EU-Ziele für 2030 die Minderung der CO2-Emissionen um 55 Prozent, die Erhöhung der Energieeffizienz um 40 Prozent und den Ausbau grüner Energien um 45 Prozent gefordert.”

Aus der Bewertung der Klimakonferenz des WWF:
„Der COP-Präsident Laurent Fabius hat den Vertrag über die Ziellinie gebracht. Paris hat geliefert. Es wird erstmals eine Architektur aufgesetzt bei der sich alle Staaten gemeinsamen, transparenten Zielen und Regeln unterwerfen, um den Klimawandel zu bekämpfen. Der internationale Klimaschutz hat einen großen Sprung nach vorn gemacht“, kommentiert Regine Günther, Generaldirektorin Politik und Klimaschutz beim WWF Deutschland.

Auch DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell begrüßt das Klimaabkommen von Paris:
"Das Pariser Abkommen ist ein richtiger Schritt in die kohlenstoffarme Zukunft. Gut ist, dass auch die Rolle der Beschäftigten und damit die gerechte Gestaltung des Strukturwandels explizit im Text erwähnt werden. Das war und ist uns Gewerkschaften wichtig. Wir wollen Gute und mitbestimmte Arbeit auch im Bereich der Erneuerbaren Energien. Wo Arbeitsplätze durch Klimaschutzmaßnahmen gefährdet sind, brauchen wir sozialverträgliche Übergänge für die Beschäftigten.”

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