10.05.2016

Thema: Privathaushalte, Industrie & Gewerbe, Ordnungsrechtliche Instrumente, Klimaschutz

SRU: Mehr Energieeffizienz entschärft Zielkonflikt zwischen Wettbewerbsfähigkeit und Energiewende

Umweltgutachten 2016 des Sachverständigenrates für UmweltfragenDer Umweltrat sieht einen großen Handlungsdruck, beispielsweise durch Klimawandel und Biodiversitätsverlust, der mit herkömmlichen Ansätzen alleine nicht mehr bewältigt werden kann. Notwendig sind strukturelle Veränderungen in Bereichen wie Landwirtschaft, Energie und Wohnen.

„Deutschland hat hervorragende Voraussetzungen, um bei einem solchen nachhaltigen Umbau der Industriegesellschaft eine Vorreiterrolle einzunehmen“, betont der SRU-Vorsitzende Professor Martin Faulstich. „Dazu zählen ein starkes Innovationssystem, eine große Wirtschaftskraft und eine breite gesellschaftliche Unterstützung für aktive Umweltpolitik.“

Die Zielkonflikte, die ein ambitionierter Umweltschutz neben großen Chancen mit sich bringt, müssen entschärft werden. Nur so können die dringend notwendigen ökologischen Transformationen im Einklang mit sozialem Zusammenhalt und ökonomischer Entwicklung erfolgen.

Energieeffizienz vereinbart Klimaschutz mit industrieller Wettbewerbsfähigkeit 

Der Sachverständigenrat für Umweltfrafgen macht in seinem Gutachten anhand verschiedener Themenfelder deutlich, wie eine solche integrative Umweltpolitik gelingen kann. Eines dieser Themen ist die Energiewende. Durch Erschließung der großen Potentiale zur Steigerung der Energieeffizienz kann das Spannungsverhältnis zwischen Klimaschutz und industrieller Wettbewerbsfähigkeit weitgehend aufgelöst werden. Entlastungen von Abgaben auf Energiepreise sollten dazu nur noch sehr zielgerichtet gewährt und an Effizienzanforderungen geknüpft werden.

Umlage nach Sanierungen an realer Energieeinsparung ausrichten

Auch bei energetischen Sanierungen hält der Umweltrat den Konflikt zwischen bezahlbaren Mieten und der notwendigen Sanierungen für auflösbar. Die Investitionsumlage auf die Miete sollte künftig stärker am Ziel der Energieeinsparung ausgerichtet werden. Soziale Transferleistungen für das Wohnen und der Mietspiegel sollten darüber hinaus den energetischen Zustand des Gebäudes stärker berücksichtigen.

Mit seinem Umweltgutachten 2016 ermutigt der SRU die Bundesregierung, die Umweltpolitik ambitioniert voranzutreiben. „Lösungsstrategien müssen zunehmend ministeriumsübergreifend entwickelt werden“, sagt Professor Martin Faulstich.

Download des vollständigen Umweltgutachtens beim Umweltrat

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